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Malteser Visbek

Doppelter Abschied und Bekenntnis zu sozialem Unternehmertum beim Johannesfest

28.06.2016
Zum letzten Mal für uns am Altar: Bruder Isaak und Weihbischof Timmerevers
Als Dankeschön: Die „Muttergottes von Philermos“ für Bruder Isaak und Weihbischof Timmerevers
Unser neuer Diözesangeschäftsführer Frank Rieken begrüßt die Johannesfestgäste
Unser Festreferent Friedrich Kühling plädiert für ein soziales Unternehmertum gegen Geiz und Gier
Der Stadtbeauftragte Christian Adler und seine Frau begrüßen Prälat Kossen in der Fahrzeughalle
Petra Ahlers vom Landkreis Vechta und Bezirksgeschäftsführer Klaus Maier denken zurück an den gemeinsamen Kraftakt in der Flüchtlingshilfe
Bürgermeister Meyer folgt interessiert den Ausführungen von Friedrich Kühling
Am „Blaulichttisch“: Austausch über Nothilfe und Gefahrenabwehr
Für die Politik immer gerne dabei: MdL Dr. Stephan Siemer

Es war wieder ein heiteres Treffen unter Freunden und Partnern, obwohl wir uns von unserem Offizial und unserem Diözesanseelsorger verabschieden mussten. Wieder waren gut 160 Gäste unserer Einladung zum Johannesfest gefolgt. Aus Kirche und Gesellschaft, Politik und Verwaltung, von Feuerwehr und Polizei, aus dem Gesundheitswesen und von befreundeten Verbänden, von Sponsoren und Unternehmern aus dem Oldenburger Land.
Wie immer, begannen wir mit einem Gottesdienst in der St. Marienkirche in Oythe. Schon hier wurde klar, dass es ein besonderes Johannesfest wird.  Für uns am Altar waren neben unseren Diözesanseelsorger Bruder Isaak Grünberger und unserem Diakon Martin Bockhorst Propst Matschke, Prälat Kossen und unser Weihbischof und Offizial Heinrich Timmerevers. Bruder Isaak und der Offizial zum letzten Mal in ihrer jeweiligen Funktion. Sie erklärten sich bei der Predigt gegenseitig, wie sie zu den Maltesern gekommen waren und was diese für sie bedeuten. 
Er sei zu ihnen gekommen wie die Jungfrau zum Kind, erzählte Grünberger. Der damalige Geschäftsführer Sebastian Kliesch habe ihn eines Tages besucht und einfach gefragt, ob er die Aufgabe des Präses übernehme. Die Malteser hätten ihn immer wieder schwer beeindruckt, sagte Grünberger. „Bei vielem, was ihr tut, da war für mich Christus.“ Hier bei den Maltesern bist du richtig, habe er sich später oft gedacht. „Das ist ein heiliger Ort“.

Für Weihbischof Timmerevers war es die freundliche, hilfsbereite und  einladende Art von Regionalgeschäftsführer Sebastian Kliesch und dem stellv. Diözesangeschäftsführer Stephan Grabber, die ihn zu den Maltesern führte. Es habe ihn beeindruckt, dass sich dort Menschen zusammenfinden, die in tiefer Überzeugung im Glauben verwurzelt seien und aktiv würden in der Hilfe für Bedürftige. Es machten dort auch Menschen mit, die nicht aus der Mitte der Kirche kämen und erst über die Malteserarbeit zum Glauben fänden. „Die Malteser sind missionarisch, in dem sie sich einsetzen für die Menschen. Das macht es mir ganz leicht, mit ihnen unterwegs zu sein.“, erklärte er. Heinrich Timmerevers wird übrigens auch als Bischof von Dresden-Meißen Bundesseelsorger der Malteser bleiben. 
Wir dankten den beiden später beim Fest in der Fahrzeughalle unserer Rettungswache in Vechta mit einer Kopie der Ikone der Muttergottes von Philermos, die einer ganz alten Ikone des Malteserordens nachempfunden ist und deren Original in der Malteser Kommende in Ehreshoven hängt.

Für ein verantwortungsvolles und soziales Unternehmertum, plädierte Friedrich Kühling, langjähriger Geschäftsführer der Lohner Firma Pöppelmann, in seinem Festvortrag. 
Im Rahmen der Aktion Wandelherz, einer Initiative der katholischen Verbände im Oldenburger Land gegen Geiz und Gier in Produktion, Handel und Konsum sprach er über den Wert der Beteiligung von Mitarbeitern. Er sei erschüttert, wenn er mitbekomme, wie in einigen Betrieben mit ihnen umgegangen werde. „Nur wer das Soziale im Kleinen betreibt, wird Großes erreichen.“ Unternehmertum brauche Verantwortung, unterstrich Kühling. Um sozial sein zu können, müsse man Geld verdienen. Doch Rentabilität schließe kein soziales Unternehmertum aus, betonte er. Die Mitarbeiter müssten in Unternehmensentscheidungen eingebunden werden, sie sollten Kritik äußern dürfen, Zugang zu guter Ausbildung und zu Informationen haben.   

Mit einem deftigen Abendessen aus der Küche unserer Stadtgliederung Vechta und guten Gesprächen bei einem kühlen Bier klang unser Johannesfest auch in diesem Jahr wieder aus. Einen ganz herzlichen Dank an alle, die zum guten Gelingen beigetragen haben.

(Textteile übernommen von Dr. Ludger Heuer, Bischöflich Münstersches Offizialat)

Weitere Informationen

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