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Malteser Visbek

Über uns

Wir Malteser in Visbek

1953

Der Malteser Hilfsdienst wurde 1953 vom Souveränen Malteser Ritterorden (federführend war hier Rudolf Freiherr von Twickel - der Vater unseres alten Weihbischofs Max Georg Freiherr von Twickel) und dem deutschen Caritasverband in Münster gegründet. Erstes Ziel war es, die Bevölkerung in Erster-Hilfe  auszubilden.
Schon kurz nach ihrer Gründung wurden die Malteser auch im Offizialatsbezirk Oldenburg tätig (1955) und schon zwei Jahre später (1957) nahmen Frauen und Männer aus unserer Heimatgemeinde an einem Erste-Hilfe Lehrgang teil.

 

1962

Nun folgte auf einen Erste-Hilfe Grund- & Sanitätslehrgang die Ausbildung von Schwesternhelferinnen. Diese Lehrgänge wurden in Zusammenarbeit mit dem Katholischen Bildungswerk für Erwachsene durchgeführt. Ein Teil dieser Schwesternhelferinnen waren ab 1963 auch als „Sonntagsschwestern“ im Visbeker Krankenhaus tätig.
Im Jahre 1964 organisierten die Malteser erstmals gemeinsam mit dem Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes einen Blutspendetermin in der Gemeinde Visbek!

1974

Nach mehreren Anläufen konnte im Dezember 1974, im Anschluss an einen Erste-Hilfe Kurs, die Ortgliederung Visbek gegründet werden. Die Zahl der Gründungsmitglieder ist nicht genau bekannt. Laut einer Pressemitteilung waren es 11 Mitglieder, andere Quellen berichten über lediglich 4 Mitglieder. Unterstützt wurden die Gründungsbestrebungen durch die Lutter Malteser. Als zukünftige Aufgabenfelder sah man den Sanitätsdienst, den Krankenhausdienst, die Organisation der Blutspende und die Breiten-ausbildung...
Keinesfalls wollten alle Beteiligten dem gut funktionierenden Rettungsdienst und Krankentransport des Deutschen Roten Kreuzes „Konkurrenz“ machen oder einen „Verdrängungswettbewerb“ eröffnen. Vielmehr wünschte man eine gute Nachbarschaft und Zusammenarbeit!

1976 nahmen viele der jungen Malteserhelfer nahmen ihren Dienst im Krankenhaus Johanneum in Wildeshausen auf.

1979

Drei Jahre später erhielt die noch junge Ortsgliederung Visbek ihr erstes Mehrzweckfahrzeug. Mit diesem Fahrzeug wurde u.a. auch ein Fahrdienst für die Seniorennachmittage der Kirchengemeinde durchgeführt.
Im Januar 1980 unterstützten viele Visbeker Helferinnen und Helfer ihre Kollegen aus Wildeshausen bei der Übernahme und dem Ausbau des Rettungsdienstes.

1984

Ende Juli 1984 erklärte Oberkreisdirektor Bitter, als Kreisvorsitzender des Deutschen Roten Kreuzes, dass für die Aufrechterhaltung des Rettungsdienstes in der Gemeinde Visbek, nicht mehr genügend freiwillige Helfer zur Verfügung stehen. Die Malteser erklären sich sofort bereit, den Rettungsdienst zu übernehmen und eine Rettungswache einzurichten. Am Dienstag, 07.08.1984 um 8.00 Uhr eröffnen die Malteser ihre Rettungswache im Haus Wiechens an der Goldenstedter Straße. Der erste Einsatz folgt nur einige Stunden später in Rechterfeld…

1985

„Wohin nun mit den Maltesern?“, „MHD-Verbleib wird weiter diskutiert“, „Die Odyssee der Visbeker Rettungswache“ - all das waren Schlagzeilen der Presse im Jahr 1985.  Immer wieder mussten die Malteser ihre liebgewonnenen Unterkünfte verlassen und neue Räume beziehen. Diese „Irrfahrt“ endete im Dezember 1985. Das Haus Wefer wurde von der Gemeinde Visbek gekauft und den Maltesern ohne zeitliche Befristung zur Verfügung gestellt.

 

 

1994

Nach umfangreichen Baumaßnahmen zur Erweiterung des Gebäudes (1994 & 2000) können wir heute eine Nutzfläche von ca. 600 m² in Anspruch nehmen.

Nach einem Gutachten der Firma "Forplan" wurde festgestellt, dass der Bedarf von hauptamtlichen Dienstzeiten um 60 % erhöht werden muss. Diese Vorgabe wurde zum 01.10.2001 vom Rettungsdienst des Landkreises Vechta umgesetzt. Es wurden zwei weitere Hauptamtliche und ein weiterer Zivildienstleistender eingestellt. Somit sind jetzt drei Hauptamtliche und drei Zivildienstleistende während der hauptamtlichen Dienstzeiten tätig.


Darüber hinaus bildete sich aus engagierten Ehrenamtlichen ein Hintergrunddienst zur Abdeckung der nicht Hauptamtlichen-Dienstzeit. Mit freundlicher Unterstützung der Firma Rehau in Visbek konnten zum 01.09.2001 zehn Funkmelderempfänger angeschafft werden, um damit den ehrenamtlichen Hintergrunddienst aufzubauen.

Wochentags ist die Rettungswache von 07:00 - 23:00 Uhr und am Wochende, sowie an Feiertagen von 15:00 - 23:00 Uhr hauptamtlich besetzt. Neben dem hauptamtlichen Bereich, gibt es aber auch innerhalb unserer Ortsgliederung eine 16-köpfige Gruppe von Rettungssanitätern und Rettungsassistenten. Sie sind in der Nacht und am Wochenende über Funkmeldeempfänger zu erreichen und können im Notfall innerhalb kürzester Zeit einen Rettungswagen besetzten.

2007

Im Jahr 2007 fand im Pferde-Auktionszentrum in Vechta das große Malteser Fest statt. Das Fest wurde durch uns Visbeker Malteser tatkräftig unterstützt, sowohl durch unseren Ortsbeauftragten Thorsten Wigger, der hauptsächlich den Festabend organistierte als auch von zahlreichen anderen Visbeker Maltesern, welche u.a. die Bewirtung der vielen Gäste übernahmen. Die ausführliche Homepage zum Fest mit vielen Fotos und Informationen ist hier zu finden!

2009

Aufgrund von immer weiter steigenden Einsatzzahlen des Rettungsdienstes im Landkreis Vechta wurde die Wache Visbek am Wochenende zur 24 Stunden Wache gemacht.
Die jugendlichen Mitglieder der Malteser Jugend waren mittlerweile zwischen 17 und 19 Jahren alt. Es stellte sich die Frage wie die Malteser Visbek diese Helferinnen und Helfer weiter einsetzen könnte. Schnell war die Idee geboren eine Schnelle-Einsatz-Gruppe (SEG) in Visbek zu gründen. Da die bereits bestehenden SEG im Landkreis Vechta ebenfalls neue Leute für sich suchten und zum Einsatzsanitäter ausbilden wollten, waren die entsprechenden Lehrgänge schnell organisiert. Im Februar 2009 erhielten alle 11 Visbeker nach bestandener Prüfung ihre Einsatzsanitäter-Urkunde.

Die Gründung der SEG hatte weitere Vorteile. Zum einen war so eine Gruppe eröffnet worden in der sich auch die "alten" ehrenamtlichen Rettungsassistenten gerne mit einbrachten und zum anderen hatten die Malteser Visbek so viele neue Einsatzsanitäter, was wiederum das Angebot von Sanitätsdiensten erweiterte.
Als Höhepunkt begleiteten 3 Visbeker Malteser die Pilgergruppe der Pfarrgemeinde Holdorf auf ihrer Pilgerung über den Jakobsweg.
Schnell wurden auch die anderen Ortsgliederungen auf uns aufmerksam. Seither fahren die Visbeker Malteser regelmäßig zu Sanitätsdiensten in das Weserstadion in Bremen und zu diversen anderen Sanitätsdiensten in der näheren oder ferneren Umgebung.

Auch das 25 jährige Jubiläum durften wir 2009 feiern. Zur Jubiläumsfeier am 08.08.2009 kamen viele offizielle Gäste u.a. Dr. Elmar Pankau, aus dem Vorstand des Malteser Hilfsdienst e.V., Fritz Middelbeck von der Gemeinde Visbek und Bezirksgeschäftsführer Klaus Maier. Vertreter der Feuerwehr Visbek und Rechterfeld sowie der Polizei Visbek nahmen ebenfalls an der ausgiebigen Feier teil. Zu beginn fand ein Gottestdienst in der Kirche St. Vitus in Visbek statt. Unser Pastor Hermann-Josef Lücker lobte die Visbeker Malteser für ihren ständigen Einsatz für das Wohl der Menschen in Visbek und weit über die Grenzen hinaus. Dr. Elmar Pankau, der in seiner Rede zugab, dass Visbek für ihn ein Fremdwort gewesen sei, war begeistert von unserer lebendigen Ortsgliederung und den von uns erbrachten Diensten. Alle waren sich einig: 

Auf, in die nächsten 25 Jahre Malteser Visbek !

2010

Ein ereignisreiches Jahr für die Malteser Visbek. Wieder standen viele Sanitätsdienste und Aufgaben an. Im Februar fand ein Fortbildungswochenende in der Malteserkommende in Ehreshoven statt. Themen wie Krisenintervention und das Verhalten im Katastrophenfall waren Themen der Fortbildung. Aufgrund der guten Erfahrungen im letzten Jahr buchte die Holdorfer Pfarrgemeinde wieder 3 Visbeker Malteser zur medizinischen Betreuung ihrer nächsten Pilger-Etappe auf dem Jakobsweg. Auch bei den ökumenischen Kirchentagen in München unterstützten wir die 750 Helfer vor Ort beim Sanitätsdienst.

Nach langen Verhandlungen und Gesprächen wurden die finanziellen Mittel für einen Gerätewagen (GW-San) für die SEG-Visbek bewilligt. Das Fahrzeug wurde von der niederländischen Feuerwehr besorgt und der Ausbau konnte unter der Leitung von Thomas Meyer (eigentlich hauptamtlicher Rettungsassistent) in vielen ehrenamtlichen Stunden beginnen.

2011

Neuer Gerätewagen - neue Aufgaben. Die Arbeiten am neuen GW-San der SEG Visbek waren fast abgeschlossen. Nun stellte sich die Frage :"Wohin mit dem guten Stück?" Glücklicherweise hatte die Gemeinde Visbek zu dieser Zeit eine große Halle im Gewerbegebiet am Visbeker Damm für die Feuerwehr angemietet. Diese wurde jedoch nicht mehr durch die Feuerwehr benötigt. Daher konnten nun die Malteser Visbek diese Halle als überdachten Stellplatz für das SEG-Fahrzeug nutzen.
Am 25.03.2011 wurde dann der neue GW-San u.a. durch Herrn Landrat Albert Focke und Pastor Hermann-Josef Lücker offiziell eingeweiht und in Dienst genommen.

Seit Einweihung wurde das Fahrzeug mit seiner Ausstattung bereits vielfältig eingesetzt. Beim Sanitätsdienst beim Visbeker Missionslauf etwa, konnte schnell eine kleine Sanitätsstation errichtet werden um die Läufer versorgen zu können. Den bisher größten EInsatz hatte das Fahrzeug wohl beim Papstbesuch in Etzelsbach im Sommer 2011. Hier war es gleich für mehrere Tage im Einsatz.
Allerdings musste das Fahrzeug bereits 2 Mal seinen Standort wechseln. Der jetzige Standort wurde uns von Elmar Schickling in seiner Halle am Trichterbecherweg zur Verfügung gestellt.

Im Frühjahr starteten wir eine Mitgliederneuwerbung. Durch diese fanden 4 neue Mitglieder zu unserer SEG. Diese absolvierten im Sommer ihren Einsatzsanitäterlehrgang mit druchweg sehr guten Ergebnissen! Gratulation !

Mit dem immer weiter stark ansteigenden Einsatzaufkommen im Rettungsdienst, wurde nach einem Gutachten des Landkreises Vechta, nun auch die Rettungswache Visbek zu einer 24 Stunden Wache. Unsere Wache ist jetzt rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr im zwei-Schicht-Betrieb besetzt. Durch die längere Vorhaltezeit des RTW wurden 2 zusätzliche Rettungsassistenten-Stellen geschaffen und besetzt. Insgesamt arbeiten nun 5 hauptamtliche Rettungsassistenten an der Rettungswache Visbek. Unterstützung erhalten sie dabei, wie vorher auch schon, durch die Azubis der Lehrrettungswache Vechta.


Der Wegfall des Zivildienst wurde 2011 auch bei uns deutlich spürbar. Durch die fehlenden "Zivis" konnte der Menüservice in seiner bekannten Form in Visbek und Wildeshausen nicht mehr aufrecht erhalten werden und musste an einen anderen Dienstleister abgegeben werden.

Weitere Informationen

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE74370601201201225147  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7